11. Dezember 2009
Das Jahr 1989 war auch für mich privat ein Jahr voller Umbrüche. Ehe nicht mehr so doll, einen Liebsten gefunden und wieder verloren, noch einen Liebsten gefunden….
Die große Politik und mein Privatleben verschränkten sich in gewisser Hinsicht, weil ich damals sehr aktiv in linken und feministischen Gruppen war. Links, aber das, was man so „undogmatisch“ nannte. ich war links, ohne mir über das Sowjetsystem und die DDR Illusionen zu machen. Konnte zwar das damals noch durchaus übliche „Geh doch nach drüben“ nicht mehr hören, fand das penetrante DDR-in-Anführungszeichen-setzen-Getue der Bildzeitung nervtötend. Aber ich hätte nie behauptet, dass in der DDR wirklich die Arbeiterklasse an der Macht ist.
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Schlagworte: DDR, Feminat, feministisch, feministische Gruppen, Feministischer Juristinnentag, Gorbatschow, Grenzübertritte, Juristinnen, linke Gruppen, Mauerfall, Menschenrechte, Platz des Himmlichen Friedens, Runder Tisch, Sowjetsystem, Uni Köln, Verfassungsentwurf
9. März 2009
So the Berlin Wall fell in November 1989.
It must have been a big event, with your regular TV soap opera high-jacked by minute-by-minute Breaking News coverage of this historical moment. Every journalist in the world must have rushed to Berlin, every pub conversation around the planet must have switched from your regular hockey (or football, depending on where you are born) commentary to what this new world would look like without that famous Wall. Arguably, this was the single most important world political event that had happened since my birth 28 years before, or at least since I was old enough to be conscious of the meaning of events.
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2. März 2009
Meine Beziehung zur ehemaligen DDR ist kompliziert. Alles begann, als ich 1956 in Rostock geboren wurde. Meine Eltern waren sehr jung. Mein Vater hatte verschiedene Talente, aber wie es damals war, musste er eine Lehrstelle annehmen, die ihm gar nicht zusagte, er wurde Elektriker. Auf der Bühne der Rostocker Oper hatte er als Schüler im Chor gesungen und später setzte sich seine Liebe für die tragischen Schicksale fort. Glück hatte er, dass sein außergewöhnliches Talent als Fußballer früh erkannt wurde, und als meine Mutter, damals achtzehn Jahre alt, ihn kennen lernte, hatte er schon einen Namen.
In der DDR wurden Sporttalente gefördert, und als er in der Jugend-Nationalmannschaft spielte, er war übrigens Torwart, ermöglichte ihm der Staat ein Sportstudium. Für meine Eltern bedeutete das in jungen Jahren schon außergewöhnlichen Luxus. Sie wohnten in einer Villa in Gera, die zuvor einem in den Westen geflohenen Zahnarzt gehört hatte. Also in diese Idylle wurde ich geboren, und mein Vater erzählt noch heute, dass bei einem Spiel meine Geburt durch das Mikrophon im Stadium bekannt gegeben wurde. Doch zunehmend trübte sich das junge Glück, als die Partei meinen Vater immer mehr bedrängte, sich durch eine Mitgliedschaft erkenntlich zu zeigen.
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Schlagworte: Berlin, DDR, Flucht, Friedrichstraße, Grenze, Lager Marienfelde, Leipzig, Maueröffnung, Ost-Berlin, Rostock, SED, Sektorengrenze, Transitstrecke, Westen, Zwangsumtausch